Hausmacher Salami mit Knoblauch und Rotwein
Traditionell gereift, kräftig im Geschmack und mit feiner Rauchnote
Eine gute Salami braucht vor allem Zeit. Dieses Rezept setzt auf eine ausgewogene Gewürzmischung, eine langsame Reifung und mehrere Kalträuchergänge. Der Rotwein unterstützt die Aromabildung dezent, ohne in den Vordergrund zu treten, während Knoblauch und schwarzer Pfeffer der Salami ihren typischen Charakter verleihen.
Kurzinfos
Merkmal | Wert |
|---|---|
Wurstart | Rohwurst |
Menge | 5 kg |
Kaliber | 55/60 |
Schwierigkeit | Mittel |
Räuchergänge | 4 × 8 Stunden |
Reifezeit | 6–8 Wochen |
Zutaten
Fleisch
- 3.500 g Schweineschulter
- 1.000 g Schweinebauch
- 500 g Rückenspeck
Gewürze (je kg Fleisch)
- 28 g Nitritpökelsalz
- 3 g schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
- 2 g Knoblauchgranulat
- 2 g Paprika edelsüß
- 1 g Koriander
- 0,5 g Kümmel
- 0,5 g Muskat
- 2 g Rohrzucker
- 30 ml trockener Rotwein
Außerdem
- Schweinedarm Kaliber 55/60
- Starterkultur nach Herstellerangabe (optional, aber empfehlenswert)
Vorbereitung
Fleisch und Speck in walnussgroße Würfel schneiden und gut vorkühlen. Das Fleisch sollte leicht angefroren sein, damit beim Wolfen eine saubere Struktur entsteht.
Die Schulter und den Bauch durch die 6-mm-Scheibe wolfen. Den Speck durch die 8-mm-Scheibe wolfen.
Brät herstellen
Alle Gewürze sorgfältig vermischen und zusammen mit dem Rotwein zum Fleisch geben.
Die Masse intensiv kneten, bis eine gute Bindung entsteht und das Brät leicht klebrig wird.
Füllen
Die vorbereiteten Därme straff füllen.
Darauf achten, dass keine Lufteinschlüsse entstehen.
Die Salamis abbinden und mit einer Wurstnadel eventuell vorhandene Luftblasen entfernen.
Umröten
Die Würste für 24 Stunden bei
- 20 °C
- 90 % Luftfeuchtigkeit
reifen lassen.
Danach die Temperatur langsam auf etwa 15 °C senken.
Räuchern
Vier Kalträuchergänge
- jeweils 8 Stunden
- 12 Stunden Rauchpause
- ausschließlich Buchenmehl
- Rauchtemperatur unter 18 °C
Reifen
Anschließend
- 12–14 °C
- 75–78 % Luftfeuchtigkeit
für sechs bis acht Wochen reifen lassen.
Je nach gewünschtem Gewichtsverlust kann die Reifezeit verlängert werden.
Anschnitt
Die fertige Salami besitzt
- eine feste Konsistenz
- ein gleichmäßiges Schnittbild
- klar erkennbare Speckwürfel
- eine dunkelrote Farbe
- eine feine Rauchnote
- angenehme Knoblauchwürze
Lagerung
Am Stück:
- kühl und trocken lagern
- alternativ vakuumieren
Angeschnitten:
- in Papier oder Leinentuch einschlagen
- im Kühlschrank aufbewahren
Schinkenmüller-Tipp
Je kühler das Fleisch beim Wolfen und Kneten ist, desto sauberer bleibt die Fettstruktur. Das sorgt später für ein schöneres Schnittbild und verhindert das sogenannte „Verschmieren“ des Specks.
Häufige Fehler
Die Salami wird schmierig
Die Reifetemperatur war zu hoch oder die Luftfeuchtigkeit zu niedrig.
Grauer Kern
Die Umrötungsphase war zu kurz oder die Temperatur zu niedrig.
Hohlräume im Anschnitt
Beim Füllen wurde nicht ausreichend Druck aufgebaut oder vorhandene Luftblasen wurden nicht entfernt.
Weißer Belag
Ein feiner, gleichmäßiger Edelschimmel kann erwünscht sein. Farbiger oder unangenehm riechender Schimmel sollte dagegen nicht ignoriert werden und erfordert eine genaue Prüfung der Reifebedingungen.
Passt hervorragend zu
- Bauernbrot
- eingelegten Gurken
- kräftigem Bergkäse
- Rotwein
- rustikalen Vesperplatten